Presseerklärung: Energiewende im Schwarz-Roten Koma

Rückschritt beim Fortschritt der Energiewende

Themengebiet:
Energiewende
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Essen, 14.01.2014 – Greenpeace Aktivisten demonstrieren ab 18.30 Uhr vor der Philharmonie gegen den aktuellen Kurs der Regierung. Vor der Veranstaltung „Der Phönix fliegt!“ mit Ex-Umweltminister Peter Altmaier, spielt ein als Frau Merkel verkleideter Aktivist in einem Deutschlandtrikot symbolisch mit der Energiewende.

Greenpeace möchte mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass die Regierung Großkonzerne mit Privilegien ausstatten will, die somit den Fortschritt der Energiewende verhindern können.

 

„Mit direkten und indirekten Förderungen fossiler Energien stellt Schwarz-Rot die Weichen in Richtung Zukunftsfähigkeit falsch“, gibt Björn Ahaus, Energieexperte Greenpeace der Gruppe Essen zu bedenken.

 

Greenpeace kritisiert vor allem die weitreichenden Entscheidungen des Koalitionsvertrags gegen mehr Klimaschutz und spricht sich zugleich gegen eine verpflichtende Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien aus. Diese wird Genossenschaften, Bauern, kleine und mittlere Unternehmen, sowie Bürger benachteiligen und den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien praktisch aushebeln.

 

Emissionshandel dank großer Koalition weiter wirkungslos

 

Der eingeschlagene Weg der Regierung, der keine Reform des Emmissionshandels beinhaltet, beeinträchtigt besonders die Wirtschaftlichkeit von Zukunftsindustrien, denn diesen werden bei einem zu geringen C02-Preis zu wenig Anreize für Effizienz und erneuerbare Energieerzeugung geboten.

 

Greenpeace fordert einen vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2040. Die besonders schädliche Braunkohle muss bis spätestens 2030 auslaufen. Des Weiteren fordert Greenpeace die Bundesregierung auf, die massiven Industrievergünstigungen beim Strompreis zu verringern und die Stromerzeugung gerechter zu besteuern.

 

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