Tausch' dich aus

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Essen, 08.02.20 - Beim Kleidertausch in der Zeche Carl informiert Greenpeace Essen über die aktuelle Kampagne „Meeresschutzgebiete - Meere unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise“. Greenpeace fordert, dass 30 Prozent der Weltmeere unter Schutz gestellt werden und sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) persönlich bei den UN-Verhandlungen dafür einsetzt.
 

CO2-Ausstoß: Textilindustrie auf Rang 2

Kleidung landet deutlich schneller im Müll. Dadurch hat sich die Textilproduktion seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Im Jahr 2015 lagen die CO2-Emissionen der Textilindustrie bei 1,2 Milliarden Tonnen. Im Rennen um den höchsten CO2-Ausstoß schlägt damit die Textilindustrie sogar den weltweiten Flug- und Kreuzfahrtverkehr. Im Topranking der internationalen Klimakiller landet die Textilindustrie auf Rang 2, direkt hinter der Ölindustrie. Die Textilindustrie hat zurzeit einen knapp 10 prozentigen Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen, der jedoch auf bis zu 25 Prozent im Jahr 2050 wachsen soll.
 

Hohe CO2-Emissionen aufgrund von Polyester

Neben langen Transportwegen und der Weiterverarbeitung von Textilien, sind besonders die Herstellung von Polyester der Grund für hohe CO2-Emissionen. Polyester ist heute das meist verarbeitete Material in der Textilbranche. Dabei wird bei der Produktion und Verarbeitung von Polyester fast dreimal mehr CO2 freigesetzt als bei Baumwolle. Zudem wird beim Reinigen der Polyesterkleidung Mikroplastik ausgewaschen, in die Meere gespült und über die Nahrungskette von Tieren und letztlich von Menschen aufgenommen. Über die Vermeidung von synthetischer Kleidung tragen wir also auch dazu bei, diese Ökosysteme zu schützen.
 

Mit neuem Lieblingsoutfit das Klima schützen

Vintage und Retro sind wieder im Trend. Karottenhosen und Schulterpolster aus den 80ern, ebenso wie Grunge- und Neonlook aus den 90ern. Also warum nicht mal Schulterpolster und Grunge kombinieren? Schnell entsteht so ein neues Lieblingsoutfit, mit dem wir auch das Klima schützen! Ein Kleidertausch erhält unsere eigene Mode weiter am Leben und wir machen anderen eine Freude.

Beim Kleidertausch geht es um gut erhaltene und saubere Mode. Neben Kleidern und Hosen können das Jacken, Kindersachen, Schuhe oder Accessoires sein. Aus Hygienegründen sind Unterwäsche und Socken jedoch ausgeschlossen. Die Anzahl der mitgebrachten Kleidungsstücke darf getauscht werden. Übrig gebliebene Kleidung wird an die Diakonie Essen gespendet.
 

Dates & Facts:
Greenpeace Kleidertausch in Kooperation mit der Zeche Carl. Bei der Veranstaltung werden entgeltlich Speisen und Getränke angeboten.

+++ EINTRITT FREI! +++

Zeche Carl
Wilhelm-Nieswandt-Allee 100
45326 Essen-Altenessen
Samstag, 08.02.20 | 9.30-13.00 Uhr

Weiterführende Links

Ellen MacArthur Foundation: A New textiles Economy Full Report
Greenpeace: Konsumkollaps durch Fast Fashion
Greenpeace: Meeresschutz
Petition: Meeresschutz
Einladung zur UN: Svenja Schulze (SPD)

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