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Was nicht verkauft wird, wird verbrannt

Der Modekonzern H&M sitzt auf Ladenhütern im Wert von 3,5 Milliarden Euro, das ergab eine gemeinsame Recherche der Wirtschaftswoche und des ZDF- Magazin Frontal21 im September 2018. Dass H&M einen Teil der Sachen verbrennt, ist bekannt, alleine in Dänemark seit 2013 zwölf Tonnen jährlich. Die britische Edelmarke Burberry hatte in den vergangenen Jahren Ladenhüter im Wert von 100 Millionen Euro verbrennen lassen, vorgeblich um die Marke zu schützen – zu viel Burberry in Outletstores sei nicht gut fürs Image, glaubt das Unternehmen. Auch wenn die Firma Burberry die Praxis nach Protesten mittlerweile eingestellt hat: Wer Kleidung produziert, die kein Mensch braucht, darf sich am Ende nicht wundern, wenn sie keiner kauft.

Fast Fashion war gestern

Das Geschäftsmodell von Fast Fashion, also in immer kurzlebigeren Zyklen neue Kollektionen auf den Markt zu werfen, ist angesichts der aktuellen Zahlen nachweislich überholt. Wachstumsprognosen für Zara oder H&M liegen weit unter den Erwartungen. Doch im Scheitern liegt, wie so häufig, auch eine Chance. Die Produktion einzuschränken und nachhaltiger zu gestalten, wäre der erste Schritt, das komplett aus den Fugen geratene Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder etwas ausgewogener zu gestalten. Denn der exzessive Konsum billiger Konsumware hat verheerende ökologische und soziale Folgen.

Ein Kleidertausch rettet unsere eigene Mode davor, später im Müll zu landen, wo sie überflüssig verbrannt wird und bietet eine echte Alternative zur Fast Fashion. Slow Fashion mit einem breit gefächerten Angebot und echten Einzelstücken unterstützt darin, Kleidung maßvoll und nachhaltig zu konsumieren. Beim Kleidertausch geht es um gut erhaltene und saubere Mode. Neben Kleidern und Hosen können das Jacken, Kindersachen, Schuhe oder Accessoires sein. Aus Hygienegründen sind Unterwäsche und Socken jedoch ausgeschlossen. Die Anzahl an mitgebrachten Kleidungsstücken darf getauscht werden.

Der Kleidertausch läuft bei uns so ab: Am Eingang stehen beschriftete Kisten bereit, in die ihr eure mitgebrachten Stücke selbst einsortiert. Unsere Basis ist das gegenseitige Vertrauen. Grundsätzlich gilt: Nur gut erhaltene und saubere Kleidung ist tauschbar (egal ob Kleider, Hosen, Jacken, Kindersachen, Schuhe, etc.). Unterwäsche und Socken sind aus Hygienegründen ausgeschlossen! Ihr solltet ungefähr nur soviel wieder mitnehmen, wie ihr mitgebracht habt und tatsächlich auch gebrauchen könnt! Übrig gebliebene Kleidung wird gespendet.

Die Kleidung, die ihr nicht mehr tragt, kann sehr gut zu dem Outfit von jemand anderen passen. Damit macht ihr nicht nur ihn oder sie glücklich, sondern tragt gleichzeitig zur Revolution der Kleidungsindustrie bei und bekommt etwas Cooles, das gut zu eurem eigenen Stil passt.

Bei unserer letzten Kleidertausch-Aktion haben viele von euch schöne Kleidungsstücke bekommen. Hier gibt es mehr Infos zu unserer letzten Kleidertausch-Aktion.

Wann und wo findet die nächste Veranstaltung statt?

Dates & Facts:
Greenpeace Kleidertausch in Kooperation mit der Zeche Carl. Bei der Veranstaltung gibt es auch Musik, Kaffee und Kuchen.

+++EINTRITT FREI!+++
Zeche Carl
Wilhelm-Nieswandt-Allee 100
45326 Essen-Altenessen
Samstag, 09.02.2019, 9.30 – 13.00h

Weiterführende Links

Glück in Tüten?
Zeche Carl
Greenpeace "Sorge für Gesprächsstoff"
Greenpeace "Konsumbotschaft"
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