SHELL: Raus aus der Arktis!

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Greenpeace protestierte heute in Essen an mehreren Shell-Tankstellen gegen die Pläne des Öl-Konzerns, in der Arktis Probebohrungen durchzuführen und nach Öl zu suchen. Die Aktivisten besuchten Tankstellen in Essen-Süd, Rüttenscheid und Holsterhausen und forderten: "SHELL - Raus aus der Arktis!". Deutschlandweit wurden in 43 Städten Aktionen an Shell-Tankstellen durchgeführt.

Hintergrund: Am Montag, den 15.06.2015 hat eine Flotte von Shell, bestehend aus der Ölbohrplattform "Polar Pioneer" und einigen Bohrschiffen den Hafen von Seattle verlassen und Kurs auf die Tschuktschensee gesetzt.  Die Erderwärmung lässt dort das Eis schmelzen. Ölkonzerne nutzen dies, um in der Arktis nach Rohstoffen zu suchen. Dabei stellen die extremen Bedingungen in der Hohen Arktis eine besondere Gefahr dar: Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen des extremen Klimas dort sehr hoch. Auch ist Hilfe im Fall der Fälle weit entfernt. Selbst die US-Regierung schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent!  

SHELL und die Arktis: Eine gefährliche Geschichte des Scheiterns

Der Start der Flotte am Montag ist bereits der zweite Versuch des Unternehmens, in der Arktis Fuß zu fassen. 2012 sind die von weltweiten Protesten begleiteten Pläne von Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, alles andere als erfolgreich verlaufen. Im Gegenteil: beinahe alles, was der Konzern unternommen hat, ist gescheitert. Neben fehlenden Genehmigungen, widrigen Wetterverhältnissen und gescheiterten Testläufen des Notfallequipments kam es auch zu Unfällen. Das Bohrschiff „Noble Discoverer“ riss sich bei schlechtem Wetter los und hatte vermutlich Grundberührung in der Nähe der Hafenstadt Dutch Harbor. Bei einer Inspektion des Schiffes im Hafen von Seward wurden so gravierende Mängel am Schiff festgestellt, dass die Küstenwache das Schiff für knapp vier Wochen festgesetzte. Ein ähnliches Schicksal ereilte die Bohrplattform „Kulluk“. Bei der Überführung in ihr Winterquartier riss sich die Plattform los und strandete an der Küste der Aleuteninsel Sitkalidak. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 550 000 Liter Dieselöl und Schmierstoffe an Bord. Erst nach mehreren Tagen gelang es, die „Kulluk“ wieder vom Strand zu ziehen und in eine sicherere Bucht zu schleppen.

Werden auch Sie einer von über 6 Millionen Arktis-Schützern!

Greenpeace fordert Shell  daher auf, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben. Gemeinsam mit über 6 Millionen Menschen setzen wir uns für ein Verbot von Ölbohrungen in arktischen Gewässern ein. Auch Sie können sich der Bewegung anschließen: Unterschreiben Sie unseren Aufruf online auf SaveTheArctic.org !

 

Weiterführende Links

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