RWE Hauptversammlung

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Aktivisten von Greenpeace und Fossil Free riefen die kommunalen Aktionäre von RWE vor der Hauptversammlung und während der Rede von Konzernchef Terium zum Verkauf der Aktien auf.

Bei der RWE-Hauptversammlung protestierten Aktivisten von Greenpeace und Fossil Free gemeinsam für einen Verkauf der RWE Aktien. Ziel der Aktion waren vor allem die kommunalen Anleger. Viele Ruhgebietsstädte, darunter Bochum, Dortmund und Essen, aber auch die Stadt Köln, die Städteregion Aachen oder der Landschaftsverband Westfalen-Lippe halten zusammen über 23 Prozent der Anteile am Unternehmen.

Mit einem Kohle- und Braunkohleanteil von über 60 Prozent und verschwindend geringen 5 Prozent Enerneuerbaren Energien im Strommix gehört der selbst ernannte Energieriese zu Europas größten CO2-Emmitenten. 150 Mio. Tonnen des schädlichen Treibhausgases hat der Konzern allein in 2015 in die Atmosphäre entlassen (s. http://rwe-kennzahlentool.de). Gleichzeitig ist der Konzern hoch verschuldet und fährt seit Jahren immer wieder Verluste ein, die vor allen aus dem unwirtschaftlichen Betrieb der Braunkohlekraftwerke resultieren. Für 2015 konnte RWE erstmals seit Jahren keine Dividende zahlen. Dadurch wurden viele Städte, auch Essen, zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen. Eine wirkliche Kehrtwende ist auch nach der Hauptversammlung nicht in Sicht, denn RWE will weiterhin bis 2050 Braunkohle im Tagebau abbauen und vertstromen. Mit dieser klimaschädlichen Energiepolitik gefährdet der Konzern so nicht nur das Klima und die Energiewende, sondern auch die städtischen Haushalte.

Mit der Kampagne "Raus aus RWE" rufen Greenpeace und Fossil Free Deutschland Kommunen und andere institutionelle Anleger auf, ihre Anteile an RWE und weiteren, klimaschädlichen Unternehmen zu verkaufen und das so gewonnene Geld in nachhaltige und sozial verträgliche Unternehmen zu investieren.

Kommunen, Städteregionen, Sparkassen und Landschaftsverbände tragen Verantwortung für die Region und das Vermögen der Steuerzahler. Nicht nur, dass die RWE-Aktien durch konsequenten Wertverlust das Vermögen der Stadt belasten: Wenn das in Paris gesetzte 1,5 °C-Ziel für die globale Erwärmung gehalten werden soll, müssen die Verantwortlichen schnell und konsequent handeln. Daher fordert auch die Greenpeace-Gruppe Essen, zusammen mit der lokalen Fossil-Free Gruppe, die Stadt Essen auf, ihre 18,8 Mio RWE-Aktien zu verkaufen und so ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige, kommunale Wirtschaftspolitik zu setzen.

Im Wahlkampf hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen gelobt, es gebe "keine Denkverbote" in dieser Frage. Nun kann und sollte er handeln. Um das Vermögen der Stadt zu retten und um das Klima zu schützen.

#RausAusRWE
#DivestNow

 

Weiterführende Links

Fossil Free Deutschland
RWE Kennzahlentool

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