Putzlappen für SHELL

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Greenpeace-Aktivisten sammelten heute in Essen und 50 anderen Städten Putzlappen für den Öl-Konzern Shell. Mit den von Passanten kreativ bemalten Stoffresten soll so ein riesiger Putzlappen entstehen und symbolisch an den Konzern überreicht werden. Denn einen besseren Plan zur Eindämmung einer Öl-Katastrophe in der Arktis hat das Unternehmen auch nicht. Gebohrt werden soll trotzdem.

Selbst die US-Regierungsbehörde Bureau of Ocean Energy Management schätzt die Wahrscheinlichkeit mindestens eines schweren Unfalls auf 75 Prozent, sollte Shell in großem Maßstab Öl in der Arktis fördern. „Trotz dieses enormen Risikos setzt Shell skrupellos die sensible Region aufs Spiel,“ sagt Björn Ahaus, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Essen und fordert Shell auf, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben.

Shell gefährdet bereits mit den Probebohrungen tausende Wale und Robben. Die enorme Lärmbelastung unter Wasser durch seismische Tests, Bohrungen und Eisbrecher kann zur tödlichen Gefahr werden für viele, zum Teil bereits gefährdete Arten. Laut der US-Behörde National Marine Fisheries Service darf der Ölkonzern in diesem Sommer 1662 Belugawale, 1038 Grönlandwale und 834 Grauwale stören sowie mehr als 25.000 Ringel- und 1722 Bartrobben, außerdem geringere Zahlen weiterer Arten. Unterwasserlärm stört die Kommunikation und Orientierung der Meeressäuger und könnte die Tiere aus ihren bevorzugten Futtergebieten vertreiben. Im Extremfall kann es sogar zu Todesfällen oder Massenstrandungen kommen.

Werden Sie Arktis-Schützer!

Neben Putzlappen wurden auch Unterschriften gesammelt. Greenpeace fordert bereits seit einigen Jahren die Einrichtung eines internationalen Schutzgebiets in der hohen Arktis. Über 7 Millionen Menschen weltweit haben sich dieser Forderung bereits angeschlossen. Wenn auch Sie dieses Vorhaben unterstützen und sich für den Schutz dieser sensiblen Region einsetzen wollen, können Sie unsere Petition auch online unterschreiben unter www.SaveTheArctic.org.

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