Müll in die Zange genommen

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Am 16.03. haben Aktivist*innen von Greenpeace Essen zusammen im Rahmen des 14. Essener Sauber Zauber Müll im Kaiser-Wilhelm-Park im Essener Norden gesammelt. Am selben Tag haben auch Essener Bürger*innen überall im Stadtgebiet Straßenzüge und Parks von Müll befreit.

"Wir haben uns den Kaiser-Wilhelm-Park ausgesucht, weil hier im Frühjahr und Sommer viele Familien ihre Freizeit verbringen. Kinder und Schüler*innen nutzen den Park und die hier vorhandenen Spielplätze", sagt Julian Junghanns von Greenpeace Essen. Erschrocken waren die Aktivist*innen über die gefundene Menge an Müll. "Der Park wirkt oberflächlich sauber. Schaut man jedoch in die Ecken, findet man Schnapsflaschen, Spielzeug, Trinkpäckchen und immer wieder Plastikverpackungen", so Junghanns weiter.  Besonders viel Plastik-Müll fand sich im Ententeich (Zugang Stankeitstr.). An einem Böschungsabschnitt fanden sich auf einer Länge von nur 20 Metern mehrere Kilogramm Verpackungsmüll. Hier vor allem PET-Flaschen, Einweg-Becher, Chipstüten und Einweg-Plastiktüten. Der Müll wurde mit von der Stadt gestellten Zangen aus unbehandeltem Holz gesammelt und in spezielle Säcke gefüllt, die zeitnah von den Entsorgungsbetrieben am Sammelort abgeholt wurden.

Am Ende der Aktion füllten die Aktivist*innen in vier Stunden 15 Säcke zu je 80 Litern Volumen. Im Ergebnis konnte aufgrund der gefundenen Mengen nur ein kleiner Teil des Parks von Unrat befreit werden. Greenpeace Essen bewertet das Ergebnis vorerst als Erfolg. Dabei ist unklar, wie lange es dauern wird, bis sich wieder größere Mengen Müll im Park wiederfinden. Denn das Sammeln bekämpft nur die Symptome des Problems. Junghanns: "Verpackungen müssen umweltfreundlicher werden. Außerdem braucht es in der Gesellschaft ein viel größeres Bewußtsein für das Problem 'Müll'". Um ein solches Bewußtsein zu schaffen, plant Greenpeace Essen auch in der Zukunft, weiter die Themen "Plastik" und "Plastikmüll" zu thematisieren.

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