Klimastreik #AlleFürsKlima

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Essen, 20.09.2019 - Greenpeace Essen hat sich heute genauso wie viele andere Initiativen in Essen, Deutschland und der Welt am Klimastreik beteiligt, um sich den Forderungen nach mehr Klimaschutz und dem Ausstieg aus den fossilen Energien anzuschließen. Wir waren Teil des Demozuges, der bei bestem Wetter von 10 bis 12:30 Uhr vom Burgplatz zum Willy-Brandt-Platz marschierte. Zeitgleich und darüber hinaus standen wir mit unserem Infostand auf dem Willy-Brandt-Platz. Hier verteilten wir Blanko-Pappschilder an Passanten, die sich spontan noch der Demo anschließen wollten. In Koordination mit unseren Demoteilnehmern konnten wir diese Menschen dann auch zum aktuellen Standort der Demo schicken. Darüber hinaus sammelten wir Unterschriften für den Kohleausstieg in Form von Postkarten, die an Wirtschaftsminister Altmaier adressiert waren. Bis zum Ende der Aktion sammelten wir 100 Unterschriften. Außerdem führten wir viele anregende Gespräche über unsere Arbeit und unsere Ziele. Der Klimastreik in Essen hatte ca. 8000 bis 10.000 Teilnehmer – ursprünglich war man von 600 ausgegangen – und deutschlandweit streikten sogar 1,4 Millionen Menschen, was diese Aktion zum größten Klimastreik Deutschlands macht. Die rege Beteiligung geht nicht zuletzt auf eine Vielzahl von Mobilisierungsmaßnahmen im Vorfelde zurück. Auch Greenpeace Essen warb bereits am 09. und 10. September in Kooperation mit ParentsForFuture und unter dem Motto #AlleFürsKlima für den Klimastreik. Auf Basis der Teilnehmerzahlen, der gesammelten Unterschriften und der allgemeinen Stimmung während der Aktion werten wir den Klimastreik als vollen Erfolg!

Jetzt ist die Politik in der Pflicht

2015 unterschrieb die Bundesregierung das Pariser Klimaschutzabkommen, um den weltweiten Temperaturanstieg bei maximal 1,5°C zu begrenzen. Hierzu braucht es eine mutige und ambitionierte Politik, die die Kohlendioxid-Emissionen drastisch reduziert. Kohlendioxid (CO2) ist nämlich der Hauptverursacher der globalen Erhitzung. Dazu muss die Regierung das Klimaziel für 2020 einhalten und die Erneuerbaren Energien deutlich schneller ausbauen. Wir brauchen eine Energie-, Verkehrs- und Agrarwende. Hierzu zählt die Greenpeace Forderung nach einem Kohleausstiegsgesetz und dem zeitnahen Auslaufen der Verbrennungsmotoren.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf ist durch verschiedenste Maßnahmen zwar bereits auf ca. ein Drittel angestiegen und wird auch dieses Jahr vermutlich noch einmal steigen, aber der CO2-Ausstoß ist in den vergangenen 8 Jahren nicht gesunken. Das liegt insbesondere an der Verstromung von Kohle, die hierzulande immer noch 40 Prozent ausmacht. Insbesondere die klimafeindlichen Braunkohlekraftwerke müssen hierbei zeitnah vom Netz genommen werden.

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