Klima oder Kohlekanzlerin?

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„Die Kanzlerin findet große Worte auf der internationalen Klima-Bühne. Wenn es jedoch um Entscheidungen im eigenen Land geht, sieht sie stillschweigend zu, wie die Kohlelobby den Klimaschutz sabotiert“, sagt Björn Ahaus, Sprecher von Greenpeace Essen.

Aus diesem Grund gingen heute Greenpeace-Aktivisten in der Essener Innenstadt auf die Straße und forderten Kanzlerin Angela Merkel auf, ihren internationalen Versprechungen endlich Taten folgen zu lassen. Eine Woche vor dem G7-Gipfel in Elmau wird klar: Klimaschutz muss Chefsache sein, wenn Deutschland die selbst gesteckten Klimaschutzziele bis 2020 noch erreichen will! Und das geht nur, wenn der CO2-Ausstoß durch Kohlekraftwerke deutlich reduziert wird. „Merkel muss erklären, wie sie in Deutschland CO2 einsparen will, nur so hat sie als Gastgeberin die Chance, den G7-Gipfel zu einem internationalen Erfolg für das Klima zu führen“, sagt Björn Ahaus. 

Zufall oder Glück: Unweit des Greenpeace-Infostands versuchte Angela Merkels CDU auf Wählerfang zu gehen, was die Aktivisten zu einem spontanen Besuch animierte (siehe Foto).

Neben den auffälligen Handbannern mit dem Konterfei der Bundeskanzlerin sammelten die Aktivisten auch Unterschriften für ein Abschalten der ältesten und schmutzigsten Kohlekraftwerke in Deutschland. Denn durch den kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien könnten bis zu 36 Kohlekraftwerke sofort vom Netz gehen, wie eine Studie von Greenpeace belegt

 

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