Gegen Billigfleisch im Regal

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Über die Folgen von Billigfleisch für Umwelt, Klima und Tiere und wie man Fleisch aus schlechter Tierhaltung erkennen kann, informieren heute Aktive der Greenpeace-Gruppe Essen. Der Aktionstag gegen Billigfleisch findet gleichzeitig in mehr als 50 deutschen Städten statt. Anlass ist eine heute veröffentlichte Supermarkt-Abfrage von Greenpeace zu den Frischfleisch-Eigenmarken der Supermarktketten Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Real. (Report: www.greenpeace.de/ abfrage-billigfleisch) Das Ergebnis: Rund 88 Prozent stammt von Schweinen, Rindern oder Hühnern, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden – im Handel gekennzeichnet als Haltungsform 1 oder 2.  Greenpeace fordert: Der Handel muss Fleisch aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Produktion aus den Regalen nehmen. Es ist erschreckend, wie viel Tierleid immer noch im Sortiment der Supermärkte zu finden ist.

Die Infoaktion findet am 25.01.20 von 11:00 bis 15:00 Uhr am Rüttenscheider Stern (Rüttenscheider Str. 62-64) vor Aldi Nord statt. Wer sich für weniger Tierleid im Kühlregal einsetzen möchte, kann am Greenpeace-Infostand eine Protestkarte für die Marktleitung seines Supermarktes ausfüllen. Greenpeace will den Supermärkten zeigen, dass ihre Billigfleisch-Politik auf Kritik in der eigenen Kundschaft stößt. PassantInnen erhalten Informationen zur Haltungskennzeichnung und einen kleinen Ratgeber, der auf einen Blick zeigt, welches Siegel aus Greenpeace-Sicht aussagekräftig ist.

Abfrage zeigt: Haltungsform reicht nicht aus, um Tierhaltung zu verbessern

Der Handel hatte im April 2019 mit der Haltungsform 1-4 freiwillig eine einheitliche Kennzeichnung für die Frischfleischprodukte der Eigenmarken eingeführt. Greenpeace startete dazu im Oktober 2019 eine schriftliche Abfrage bei den großen Supermarktketten. Die Antworten zur Umsetzung der Kennzeichnung, zum Sortiment und zur Bereitschaft, Fleisch aus schlechter Tierhaltung auszulisten, flossen in ein Ranking. Alle Supermärkte schneiden dabei schlecht ab. Mit lediglich 179 von insgesamt 1.000 möglichen Punkten führt Kaufland das Feld an. Edeka, Netto und Real bilden das Schlusslicht. Greenpeace-Ehrenamtliche in ganz Deutschland werden das Frischfleischsortiment der Supermärkte in den nächsten Wochen verstärkt unter die Lupe nehmen, um die Antworten des Handels mit dem tatsächlichen Angebot abzugleichen.

Weiterführende Links

Greenpeace: Abfrage Billigfleisch
Spiegel "Supermärkte verkaufen zu fast 90 Prozent Billigfleisch"

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