Essen fordert: Keine Pestizide!

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Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages in 38 deutschen Städten wurden am 24.10.2015 Unterschriften für eine pestizidefreie Landwirtschaft gesammelt. In der Zeit von 10 bis 13 Uhr wurden am Rüttenscheider Stern vor der Edeka-Filiale Hundrieser 100 Unterschriften von Passanten gesammelt und im Anschluss der Filialleitung überreicht.

Der Protest ist Teil eines Aktionstages, der sich an die Supermarktketten Aldi, Edeka, Lidl, Kaufhof, Real und Rewe richtet. „Pestizide schaden der Artenvielfalt“ lautet die klare Botschaft der Protestplakate. 81 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass die Landwirte den Pestizideinsatz reduzieren. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Greenpeace. Der Handel trägt Verantwortung für die saubere Herstellung seiner Waren und Greenpeace fordert die Unternehmen auf zusammen mit ihren Produzenten dafür zu sorgen, dass weniger gefährliche Pestizide zum Einsatz kommen.

Greenpeace-Tests von Wasser, Boden und Pflanzenmaterial in deutschen Apfelplantagen in der Anbausaison 2015 belegen den hohen Einsatz von Pestiziden. Blätter von Apfelbäumen waren mit bis zu 11 verschiedenen Pestiziden belastet. Zur Ernte hin reduzieren Landwirte den Einsatz, um die Grenzwerte in den Äpfeln einzuhalten (www.greenpeace.de/zeitreihe-pestizide). Viele Supermärkte machen den Produzenten Vorgaben zu Rückständen in Obst und Gemüse. Sie haben jedoch keine wirksamen Programme, um Pestizide im Anbau zu reduzieren.

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