Textiles Vertrauen

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Produktion einer Jeans

Die Herstellung von Mode ist energieintensiv, sie verschlingt Unmengen an Wasser und beim Kauf finden sich in der Kleidung Rückstände giftiger Stoffe. Der Verbraucher hat das Nachsehen. Beispiel Jeans: 3500 krebserregende, hormonell wirksame oder auf andere Weise giftige Stoffe sind in der Produktion von Jeans zugelassen. 7000 Liter Wasser verbraucht die Herstellung einer einzigen Baumwollhose – das entspricht in etwa der Füllmenge von 50 Badewannen.

Gefährliche Azofarben in Kinder-Jeans

Was zusammen mit einer gekauften Hose erworben wird, zeigt jüngst die Ökotest-Ausgabe Ende Dezember 2016. Stichprobenartig nahmen die Tester Jeans für Kinder unter die Lupe. Bio-Marken, bekannte Labels und günstige Modehersteller waren darunter. Das Ergebnis: Fast die Hälfte der getesteten Jeans enthält Azofarben, die im Verdacht stehen, bei Hautkontakt Krebs auszulösen. Werden sie auf der Haut oder im Körper gespalten, können krebserregende Amine wie beispielsweise Anilin entstehen, die in der Folge zu Krebs führen können.

Krebserregende Stoffe gefährden besonders Kinder

Für die Fertigung von Kleidung, die direkt auf der Haut getragen wird, sind solche Azofarben laut EU-Gesetzgebung gar nicht mehr zugelassen. Die Realität spricht eine andere Sprache – das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kommt zu dem Schluss: Selbst wenn gefährdende Stoffe in der EU verboten sind, in den Fertigungsländern sind sie es mitunter nicht. Über die Hintertür finden diese verbotenen Stoffe so wieder Eingang in unsere Schränke. Das Dramatische: Gerade das kindliche Immunsystem trainiert noch. Kinderhaut ist besonders weich und durchlässig und folglich durch Schadstoffe in Mode besonders gefährdet. Gerade Kleidung für Kinder sollte also viel Wert auf wenig Rückstände legen.
Eine gute Möglichkeit, sich vor Rückständen in Kleidung zu schützen, ist Mode zu tauschen, wieder zu verwenden und weniger neu zu kaufen.

Der Kleidertausch läuft bei uns so ab: Am Eingang stehen beschriftete Kisten bereit, in die ihr eure mitgebrachten Stücke selbst einsortiert. Unsere Basis ist das gegenseitige Vertrauen. Grundsätzlich gilt: Nur gut erhaltene und saubere Kleidung ist tauschbar (egal ob Kleider, Hosen, Jacken, Kindersachen, Schuhe, etc.). Unterwäsche und Socken sind aus Hygienegründen ausgeschlossen! Ihr solltet ungefähr nur soviel wieder mitnehmen, wie ihr mitgebracht habt und tatsächlich auch gebrauchen könnt! Übrig gebliebene Kleidung wird gespendet.

Dates & Facts:

Greenpeace Kleidertausch in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V..
„Textiles Vertrauen - Wie können wir uns vor giftigen Rückständen in Mode schützen?“
 
Der SKF verpflegt während der Veranstaltung entgeltlich mit Speisen und Getränken.

+++ EINTRITT FREI! +++

Sonntag, 15.01.17
Essen-Zentrum, Gemeindesaal St. Gertrud Kirche, Viehofer Str.
15.00-17.00 Uhr

Weiterführende Links

Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Greenpeace Detox
Ökotest Kinder-Jeans
BfR, Problematik der Bekleidungstextilien

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