Saubere Luft für Essen

Media

Essen, 20.04.17 – Greenpeace-Aktivisten demonstrieren vor dem Denkmal ‚Steile Lagerung’. Um auf die anhaltende Gesundheitsgefahr durch Dieselabgase aufmerksam zu machen, bespannen die Umweltschützer die Gesichter der Figuren mit Atemschutzmasken.

Die Stickoxid-Konzentration im Ballungsraum Essen überschreitet regelmäßig die Grenzwerte. Zwei Drittel der Stickoxide aus dem Verkehr stammen von Diesel-Pkw. Das Atemgift erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Asthma sowie andere Herz-Kreislauferkrankungen und verursacht laut Europäischer Umweltagentur gut 10.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland. Die schlechten Luftwerte zeigen, deutsche Großstädte brauchen alternative Mobilitätskonzepte. Auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel betonte jüngst, dass die Einhaltung der Grenzwerte an stark befahrenen Straßen in Ballungsräumen (dazu zählt auch Essen) ‚ohne einschneidende Maßnahmen’ auf längere Sicht nicht möglich sein wird (Quelle: WAZ am 12.04.17).

Mit Abstand wirksamstes Instrument für bessere Luft: Die Blaue Plakette

Als Erweiterung der Umweltzone verringert die Blaue Plakette Stickoxide am wirksamsten. Nach einem Gutachten des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg für die Stadt Stuttgart um 95 Prozent. Busse, Taxen und Paketdienste auf Elektroantrieb umzustellen, wie es Verkehrsminister Dobrindt vorsieht, würde die Stickoxidbelastung lediglich um 14 Prozent senken.

Weiterführende Links

Wirkungsgutachten Luftreinhalteplan Stuttgart
Greenpeace 'Diesel: Das Problem'
Greenpeace 'Im Kern gesund'