Picknick statt Parken

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Öffentlichen Raum gerechter verteilen – Mobilität vielfältiger gestalten. Das sind die Ideen der neuen Mobilitätskampagne von Greenpeace. Beim "Parking Day" wollen wir zeigen, wie das geht: Wir verwandeln Parkraum in Erlebnisraum! Dazu werden wir am 01. Oktober zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr mehrere Parkbuchten auf der berühmten "Rüttenscheider Straße" (Höhe Hausnr. 56) in Essen umgestalten: Mit Musik, Sitzgelegenheiten, einem kleinen Garten und verschiedenen Möglichkeiten zum Mitmachen und Kennenlernen. So räumen wir den Menschen für einen Tag wieder mehr Platz auf ihrer Straße ein. Zusätzlich werden wir mit Lastenrädern zeigen, wie man auch größeres Gepäck anders als mit dem Auto bewegen kann.

Autos und Straßen nehmen einen erheblichen Teil der Flächen in Städten ein. Darüber hinaus stehen die meisten Pkw über 90 % der Zeit ungenutzt auf Parkplätzen, in Parkhäusern oder am Straßenrand. Im Alltag räumen wir den Blech-Boliden viel Raum ein. Raum, den man viel angenehmer nutzen kann: Als Grünfläche, für Außengastronomie, als Fußgängerzone oder als Spielplatz. "In vielen Städten haben Autos mehr Platz als spielende Kinder", sagt Björn Ahaus von Greenpeace Essen. „Wir müssen von der Asphaltstadt endlich zu einer grünen Stadt mit nachhaltiger Mobilität und mehr Raum für Menschen kommen. Das wird nur mit deutlich weniger Autos in den Innenstädten gelingen.".

Der Trend: Flexiblere Mobilität

Bereits heute geht der Trend in vielen Städten weg vom eigenen Auto – hin zu Car- und Bike-Sharing-Modellen mit flexibler Nutzung in Kombination mit einem dichten Nahverkehrsnetz und guten Radwegen. Es gilt: Das richtige Verkehrsmittel zur richtigen Zeit. Freiburg ist dafür ein gutes Beispiel. Die Stadt Essen hat sich selbst zum Ziel gemacht, den Anteil der verschiedenen Verkehrsmittel – Fußgänger, Pkw, Bus&Bahn, sowie Fahrräder – auf jeweils 25 % zu bringen. Dazu muss der Pkw-Verkehr, der momentan bei ca. 60 % liegt, deutlich weniger werden. Und wo weniger Autos fahren, bleibt mehr Platz für die Bürger, die in den Stadtteilen wohnen.

Stickoxide: Ein wachsendes Problem

Während einige Städte, wie z.B. Amsterdam, ihre Infrastruktur massiv umbauen und in Radwege und Nahverkehr investieren, wird in vielen deutschen Metropolen der wachsende Autoverkehr zum Problem. Gerade Dieselfahrzeuge verursachen durch ihre Abgase mit hohen Stickoxid-Werten auch gesundheitliche Schäden. Die Europäische Umweltagentur schätzt, dass jährlich ca. 10.000 frühzeitige Todesfälle auf Dieselabgase zurück zu führen sind. In etlichen Städten – auch im Ruhrgebiet – werden die gesetzlichen Grenzwerte mehrmals im Jahr deutlich überschritten. Gelingt es nicht, die Grenzwerte bis 2020 einzuhalten, drohen den betroffenen Städten Strafzahlungen an die EU. 

Die Fakten:

Parking-Day
Zeit zum Ausspannen, Entdecken, Mitmachen und Kennenlernen!
01. Oktober 2016 / 11:00 bis 18:00 Uhr
Rüttenscheider Str., Höhe Hausnr. 56
 

 

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