Geht die Kettenreaktion weiter?

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Essen, 11.03.17 – Atomkraftgegner erinnern mit einer Mahnwache durch die Essener Innenstadt an den dreifachen Super-GAU in Fukushima 2011.

Die Dekontamination in Fukushima geht weiter

Seit sechs Jahren gibt die japanische Regierung Milliarden aus, um die Region rund um das havarierte Kraftwerk zu dekontaminieren. Von Greenpeace durchgeführte Messungen in Iitate Anfang 2017 ergaben jedoch, dass die Strahlungswerte in dem japanischen Dorf weiterhin deutlich erhöht sind. Dennoch plant die Regierung, noch in diesem Jahr, den Evakuierungsstatus der Region aufzuheben. Iitate liegt nur 35 km vom Kraftwerk in Fukushima entfernt.

Risiko 'Tihange' in unmittelbarer Nachbarschaft

In direkter Nachbarschaft zu Nordrhein-Westfalen droht das belgische Kraftwerk 'Tihange' zur nächsten Katastrophe zu werden: Allein 2016 musste die Kraftwerksanlage mehrfach aus Sicherheitsgründen heruntergefahren werden. Der Reaktordruckbehälter weist tausende Mikrorisse auf. Fukushima und Tschernobyl galten zu ihrer jeweiligen Zeit als modern und sicher. Wenn es in Tihange zu einem Störfall kommt, und der Druckbehälter platzt, dann kann Radioaktivität austreten. Dabei besteht die Gefahr, dass die Region um Aachen für mehrere Jahrhunderte unbewohnbar wird.

Weiterführende Links

Quarks & Co 'Tihange - wann knallt es?

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